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Gelber Labrador Retriever im Feld
Rasseprofil

Labrador Retriever

Die beliebteste Rasse in Deutschland und vielen Ländern. Ursprünglich ein kanadischer Fischerhund, heute der Familienhund schlechthin. Freundlich, ausgeglichen, leicht zu erziehen — aber mit Neigung zu Übergewicht und Gelenkproblemen.

Herkunft: Canadá (Terranova) Größe: Grande Lebenserwartung: 10-14 años Energie

Foto: Andrew Skolnick · Wikipedia Commons · CC BY-SA 2.0

Ideal für

  • Familien mit Kindern über 5 Jahren
  • Zuhause mit Platz
  • Aktive Menschen (lange Spaziergänge)
  • Erstes Familienhaustier

Überdenken, wenn

  • ×Sitzende Menschen oder ohne Zeit
  • ×Sehr kleine Wohnungen ohne Zugang nach draußen
  • ×Wer die Ernährung nicht kontrolliert

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Orientierende Bewertung von 1 (wenig) bis 5 (viel).

Für Wohnung geeignet
Für Anfänger geeignet
Gut mit Kindern
Mit anderen Hunden
Mit Katzen
Verträgt das Alleinsein
Energieniveau
Erziehbarkeit
Haarverlust
Pflegebedarf
Neigung zum Bellen
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte

💶 Geschätzte Haltungskosten

70-120 €/Monat

Futter mittlerer bis hoher Qualität für große Rassen (30-50 €), anteilige Kosten für Impfungen und jährliche tierärztliche Untersuchung (15-25 €), innere und äußere Parasitenmittel (12-18 €), Haftpflicht-/Krankenversicherung (10-25 €). Keine Kosten für die Fellpflege, aber plane zusätzliches Budget für mögliche Behandlungen von Hüfte und Ohren ein.

Geschichte und Herkunft

Der Labrador entstand im 18. Jahrhundert auf der Insel Neufundland (Kanada). Die dortigen Fischer züchteten einen Hund, der im Wasser helfen konnte: Netze einholen, entwischende Fische zurückholen und lange Strecken in eisigem Wasser schwimmen.

Im 19. Jahrhundert wurde er vom britischen Adel nach England importiert, der ihn für die Niederwildjagd verfeinerte. Der britische Kennel Club erkannte ihn 1903 offiziell an.

Heute ist er die beliebteste Rasse der Welt: In Deutschland macht er etwa 15-20 % der registrierten Hunde aus.

Wesen und Charakter

Ausgeglichenes und freundliches Wesen. Gesellig mit Menschen (auch mit Fremden, schlechter Wachhund). Verträglich mit Kindern, wenn er angemessen erzogen wird. Energiegeladen und verspielt bis zum 6.-8. Lebensjahr. Intelligent (Rang 7 im Gehorsam). Leidenschaft fürs Wasser. Als Welpe hyperaktiv (1-3 Jahre). Neigung zum zwanghaften Fressen.

Zusammenleben

Kinder: hervorragend für Kinder ab 5 Jahren. Andere Hunde: sehr gesellig. Katzen: bei früher Sozialisierung gut verträglich. Alleinsein: mögen sie NICHT. Trennungsangst, wenn er viele Stunden allein ist.

Lebensphasen des Labrador Retriever

Jede Phase hat ihre eigenen Pflegeschwerpunkte. Lebenserwartung: 10-14 años.

Welpe

0–6 Monate

Frühe Sozialisierung, Impfung und Entwurmung, Grunderziehung mit positiver Verstärkung. Bewegung mit hoher Belastung vermeiden, um die wachsenden Gelenke zu schützen.

Junior

6–18 Monate

Viel Energie: tägliche Bewegung und geistige Auslastung zur Vorbeugung von destruktivem Verhalten. Die Ernährung überwachen — die Neigung zum Zunehmen beginnt früh.

Erwachsen

1,5–7 Jahre

2–3 h/Tag Bewegung und kontrolliertes Gewicht. Jährliche tierärztliche Untersuchung; Hüft-/Ellbogentests erwägen, wenn er aus der Zucht stammt.

Senior

ab 7 Jahren

Halbjährliche Untersuchungen, Seniorenernährung, Kontrolle von Arthrose und Gewicht. Sehkraft (Katarakt) und Beweglichkeit überwachen.

Pflege

Bewegung: mindestens 2-3 Stunden täglich. Lange Spaziergänge + aktives Spiel, idealerweise Schwimmen. Fütterung: Futter für große Rassen mit 25-28 % Protein, KONTROLLIERTE Menge (Neigung zu Übergewicht). Fellpflege: Bürsten 2-3 Mal/Woche im starken Fellwechsel. Platz: bevorzugt Haus mit Garten.

Pflege im Detail

🍽️ Ernährung

Futter für große Rassen mit 25-28 % Protein und abgemessener Ration mit Messbecher oder Waage: Der Labrador frisst zwanghaft und nimmt leicht zu. Verteile das Futter auf 2 Mahlzeiten und ziehe Leckerlis von der Tagesration ab.

✂️ Fellpflege

Doppeltes, wasserabweisendes Fell, das das ganze Jahr über haart, mit zwei intensiven Fellwechseln. Bürsten 2-3 Mal pro Woche (täglich im Fellwechsel) und Baden nur bei Bedarf, um die Schutzschicht nicht zu schädigen.

🎓 Erziehung

Eine der am leichtesten zu erziehenden Rassen (Top 7 im Gehorsam). Lernt schnell mit positiver Verstärkung und Futter als Motivator; die Welpenenergie sollte früh kanalisiert werden, um destruktives Verhalten zu vermeiden.

🏃 Bewegung

Braucht täglich 2-3 Stunden Bewegung: lange Spaziergänge, Apportierspiele und idealerweise Schwimmen, das er liebt und das seine Gelenke schont. Ohne ausreichende Auslastung entwickelt er Übergewicht und Angstzustände.

Rassespezifische Gesundheit

Erbliche Probleme: Hüft- und Ellbogendysplasie (häufig), Übergewicht (POMC-Gen identifiziert), progressive Retinaatrophie (PRA), erblicher Katarakt, chronische Ohrenentzündung, Magendrehung (GDV). Lebenserwartung: 10-14 Jahre bei angemessener Gewichtskontrolle.

🩺 Gesundheitliche Veranlagungen dieser Rasse

Erkrankungen, für die diese Rasse eine erhöhte Veranlagung aufweist. Sie zu kennen hilft bei der Vorbeugung und einer frühzeitigen Erkennung. Eine Veranlagung bedeutet nicht, dass das Tier sie tatsächlich entwickeln wird.

Häufige Krankheiten bei hunde

Erfahre mehr über Symptome, Vorbeugung und wann du zum Tierarzt gehen solltest. Geprüfte, orientierende Informationen, die den Tierarztbesuch nicht ersetzen.

Alle 158 Krankheiten im Gesundheitsratgeber ansehen

Vorsorge und Prävention beim Labrador Retriever

Empfohlene Tests und Screenings

  • Offizielle Röntgenaufnahme auf Hüftdysplasie (HD-Befund)
  • Offizielle Röntgenaufnahme auf Ellbogendysplasie (ED-Befund)
  • Gentest auf progressive Retinaatrophie (prcd-PRA per DNA)
  • Jährliche augenärztliche Untersuchung (erblicher Katarakt)
  • Gentest EIC (belastungsinduzierter Kollaps)
  • Gentest CNM (zentronukleäre Myopathie)

Prävention

Strikte Gewichtskontrolle vom Welpenalter an (die Rasse trägt das POMC-Gen, das den Appetit steigert), gelenkschonende Bewegung bis zum Abschluss des Wachstums zum Schutz der Gelenke, regelmäßige Ohrenreinigung zur Vorbeugung von Ohrenentzündungen und Überwachung der Futtermenge.

Vorsorgekalender

Jährliche tierärztliche Untersuchung beim erwachsenen Hund, mit Hüft-/Ellbogenröntgen bei Zuchttieren; vorbeugendes Blutbild ab dem 5. Lebensjahr und halbjährliche Untersuchungen ab dem 7.-8. Lebensjahr.

Warnsignale

  • !Lahmheit oder Steifheit beim Aufstehen (Dysplasie/Arthrose)
  • !Rasche Gewichtszunahme oder unstillbarer Appetit
  • !Kopfschütteln, schlechter Geruch oder Rötung der Ohren (Ohrenentzündung)
  • !Stolpern oder Anrempeln in der Dämmerung (Frühzeichen einer PRA)
  • !Aufgeblähter und angespannter Bauch mit unproduktivem Würgen (Magendrehung, lebensbedrohlicher Notfall)

Galerie des Labrador Retriever

Foto de la raza labrador retriever
Foto: Wikimedia Commons

Häufige Fragen zum Labrador Retriever

Wie alt wird ein Labrador Retriever?
Die Lebenserwartung des Labrador Retriever beträgt 10-14 años. Eine gute Ernährung, angemessene Bewegung, jährliche tierärztliche Kontrollen und vorbeugende Pflege können helfen, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.
Wie viel wiegt ein Labrador Retriever?
Ein ausgewachsener Labrador Retriever wiegt zwischen 25-36 kg, je nach Geschlecht, Genetik und Kondition. Er ist grande.
Woher stammt die Rasse Labrador Retriever?
Der Labrador Retriever stammt ursprünglich aus Canadá (Terranova). Der Labrador entstand im 18. Jahrhundert auf der Insel Neufundland (Kanada). Die dortigen Fischer züchteten einen Hund, der im Wasser helfen konnte: Netze einholen, entwischende Fische zurückholen und lange Strecken in eisigem Wasser schwimmen.
Wie viel Bewegung braucht ein Labrador Retriever?
Der Labrador Retriever hat alta Energie. Bewegung: mindestens 2-3 Stunden täglich. Lange Spaziergänge + aktives Spiel, idealerweise Schwimmen. Fütterung: Futter für große Rassen mit 25-28 % Protein, KONTROLLIERTE Menge (Neigung zu Übergewicht). Fellpflege: Bürsten 2-3 Mal/Woche im starken Fellwechsel. Platz: bevorzugt Haus mit Garten.
Ist der Labrador Retriever gut mit Kindern?
Kinder: hervorragend für Kinder ab 5 Jahren. Andere Hunde: sehr gesellig. Katzen: bei früher Sozialisierung gut verträglich. Alleinsein: mögen sie NICHT. Trennungsangst, wenn er viele Stunden allein ist.
Für wen ist der Labrador Retriever NICHT zu empfehlen?
Er ist nicht die richtige Rasse für: Sitzende Menschen oder ohne Zeit. Sehr kleine Wohnungen ohne Zugang nach draußen. Wer die Ernährung nicht kontrolliert. Es ist wichtig, eine Rasse zu wählen, die zu deinem Lebensstil passt.
Welche Gesundheitsprobleme hat der Labrador Retriever?
Erbliche Probleme: Hüft- und Ellbogendysplasie (häufig), Übergewicht (POMC-Gen identifiziert), progressive Retinaatrophie (PRA), erblicher Katarakt, chronische Ohrenentzündung, Magendrehung (GDV). Lebenserwartung: 10-14 Jahre bei angemessener Gewichtskontrolle.
Kann ein Labrador in einer Wohnung leben?
Ja, sofern er täglich 2-3 Stunden echte Bewegung außerhalb der Wohnung bekommt. Er ist ein großer und sehr aktiver Hund: ohne ausreichende Auslastung langweilt er sich, nimmt zu und kann destruktiv werden. Er bevorzugt ein Haus mit Garten, aber entscheidend ist die Bewegung, nicht die Quadratmeter.
Warum werden Labradore so leicht dick?
Viele tragen eine Mutation im POMC-Gen, die den Appetit steigert und das Sättigungsgefühl verringert. Deshalb wirken sie immer hungrig. Die Lösung besteht darin, die Ration abzumessen, sich nicht von ihrem Blick manipulieren zu lassen und Leckerlis vom Tagesfutter abzuziehen.
Haaren sie stark?
Ja. Sie haben ein doppeltes Fell und haaren das ganze Jahr über, mit zwei intensiven Spitzen im Frühjahr und Herbst. Bürsten 2-3 Mal pro Woche (täglich im Fellwechsel) reduziert das Haar im Haus deutlich, aber man muss davon ausgehen, dass immer etwas übrig bleibt.
Ist er ein guter Wachhund?
Nein. Er ist gesellig und freundlich, sogar mit Fremden, die er meist schwanzwedelnd begrüßt. Er warnt durch seine Größe und sein Bellen, aber sein Wesen ist weder beschützend noch misstrauisch: er ist ein Familienbegleiter, kein Schutzhund.
In welchem Alter wird ein Labrador ruhiger?
Sie behalten meist ein hohes, verspieltes Energieniveau bis zum 6.-8. Lebensjahr; die ersten 1-3 Jahre sind besonders intensiv. Die charakterliche Reife tritt mit etwa 2-3 Jahren ein, aber die volle Ruhe dauert länger als bei anderen Rassen.

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Quellen und Referenzen

Inhalt erstellt auf Grundlage offizieller Rassestandards und tierärztlicher Referenzquellen.

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