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Gesundheit

Häufige Gesundheitsprobleme bei Katzen: Warnzeichen

Ein orientierender Leitfaden zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Katzen und vor allem zu den Anzeichen, die du erkennen können solltest. Er ersetzt nicht den Tierarzt: Er hilft dir, rechtzeitig zu handeln.

Inhaltsverzeichnis (8)
  1. 1. Die Katze verbirgt Schmerzen
  2. 2. Harnwegsprobleme
  3. 3. Haarballen und Verdauung
  4. 4. Zahngesundheit
  5. 5. Übergewicht
  6. 6. Niere: die wichtigste Überwachung bei der älteren Katze
  7. 7. Vorsorgeuntersuchungen und Prävention
  8. 8. Wann ist es ein Notfall

Dieser Leitfaden ist orientierend: Sein Ziel ist nicht, dass du deine Katze diagnostizierst, sondern dass du lernst, die Warnzeichen der häufigsten Katzenprobleme zu erkennen, und rechtzeitig zum Tierarzt gehst. Bei der Katze ist das besonders wichtig, denn sie ist ein Meister darin, zu verbergen, dass sie krank ist.

Die Katze verbirgt Schmerzen

Aus Instinkt verbirgt eine kranke Katze ihre Schwäche. Sie klagt nicht wie ein Hund; sie zieht sich zurück, bleibt ruhig, verringert ihre Aktivität. Wenn die Symptome offensichtlich sind, schreitet die Krankheit meist schon länger voran.

Deshalb ist es sinnvoller, statt nach dramatischen Symptomen zu suchen, die Normalität deiner Katze zu kennen und die Veränderungen zu bemerken: wie viel sie frisst und trinkt, wie sie das Katzenklo benutzt, wo sie schläft, wie sie sich bewegt, ihre Stimmung. Eine anhaltende Veränderung in einem dieser Punkte ist ein Grund für einen Tierarztbesuch.

Harnwegsprobleme

Die Harnwege sind eine der Schwachstellen der Katze, besonders bei Katern, übergewichtigen oder gestressten Katzen. Achte auf:

  • Anstrengung im Katzenklo, mehrmaliges Rein- und Rausgehen, Miauen beim Urinieren.
  • Urinieren außerhalb des Katzenklos, an ungewöhnlichen Stellen, oder Blutstropfen im Urin.
  • Anhaltendes Lecken des Genitalbereichs.

Eine Katze, die sich anstrengt und KEINEN Urin absetzen kann, ist ein sofortiger lebensbedrohlicher Notfall (Harnwegsverstopfung): Warte nicht einmal ein paar Stunden. Bei den übrigen Harnwegssymptomen vereinbare so bald wie möglich einen Termin beim Tierarzt. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, ein gesundes Gewicht und Stressreduktion helfen bei der Vorbeugung.

Haarballen und Verdauung

Beim Putzen verschluckt die Katze Haare. Normalerweise scheidet sie sie problemlos aus; manchmal bildet sich ein Ballen, den sie hochwürgt. Ein gelegentlicher kann normal sein, aber häufiges Würgen, wiederholtes Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung sind es nicht. Regelmäßiges Bürsten – täglich bei langhaarigen Katzen – verringert das Problem erheblich. Anhaltendes Erbrechen oder Verdauungsveränderungen immer zum Tierarzt: Sie können von einer Unverträglichkeit bis zu etwas Ernsterem reichen.

Zahngesundheit

Zahnerkrankungen sind sehr häufig und werden stark unterschätzt. Zahnstein und Zahnfleischentzündungen verursachen Schmerzen und können andere Organe beeinträchtigen. Anzeichen: starker Mundgeruch, Speicheln, erschwertes Fressen oder nur auf einer Seite, Herausfallenlassen des Futters, gerötetes Zahnfleisch. Kontrolliere ab und zu das Maul deiner Katze und sprich es bei den Untersuchungen an; der Tierarzt wird angeben, ob eine Zahnreinigung nötig ist.

Übergewicht

Übergewicht ist eines der häufigsten Probleme bei Wohnungskatzen und ein Risikofaktor für Diabetes, Gelenk- und Harnwegsprobleme und ein kürzeres Leben. Eine Katze mit gesundem Gewicht hat eine von oben sichtbare Taille und man kann die Rippen ohne Drücken ertasten. Wenn deine Katze „rundlich“ ist, verharmlose es nicht: Passe die Ration mit dem Tierarzt an, verwende interaktive Futternäpfe und steigere das Spiel. Diäten bei Katzen werden immer schrittweise und überwacht durchgeführt.

Niere: die wichtigste Überwachung bei der älteren Katze

Die chronische Nierenerkrankung ist eines der häufigsten Probleme bei Katzen ab einem gewissen Alter. Sie schreitet langsam und stumm voran und wird eher durch Blutuntersuchungen als durch Symptome erkannt. Zu den späten Anzeichen gehören deutlich mehr Trinken und Urinieren als normal, Gewichtsverlust, weniger Fressen und ein ungepflegtes Fell. Deshalb sind bei der Seniorkatze die Untersuchungen alle 6 Monate mit Blutbild das beste Werkzeug: je früher sie erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln.

Vorsorgeuntersuchungen und Prävention

Die Katzenvorsorge stützt sich auf mehrere Säulen:

  • Tierärztliche Untersuchung jährlich (Erwachsene) oder halbjährlich (Senioren).
  • Impfung und Entwurmung nach dem vom Tierarzt festgelegten Plan, auch bei Wohnungskatzen.
  • Kastration, die Krankheiten und Verhaltensprobleme vorbeugt.
  • Immer frisches Wasser und, falls sie Trockenfutter frisst, die Wasseraufnahme fördern (Trinkbrunnen, Nassfutter).
  • Gewichtskontrolle und eine bereicherte Umgebung, die Stress reduziert.

Wann ist es ein Notfall

Suche sofort einen Tierarzt auf, ohne zu warten, wenn deine Katze Folgendes zeigt:

  • Anstrengung beim Urinieren ohne Erfolg.
  • Atemnot, Atmen mit offenem Maul oder Hecheln.
  • Frisst und trinkt länger als einen Tag gar nichts, oder starke und plötzliche Schwäche.
  • Wiederholtes Erbrechen oder Durchfall, vor allem mit Blut.
  • Verdacht auf Vergiftung, Verletzung oder Sturz.
  • Krampfanfälle, Desorientierung oder sehr blasses oder bläuliches Zahnfleisch.

Zusammengefasst: Die Katze verbirgt Krankheiten, daher ist dein bestes Werkzeug, ihre Normalität zu kennen und Veränderungen zu bemerken. Achte auf die Harnwege, das Gewicht, das Maul und, bei der älteren Katze, die Niere. Halte die Untersuchungen ein – jährlich und bei Senioren halbjährlich – und warte bei den Notfallzeichen nicht. Dieser Leitfaden orientiert; die Diagnose stellt immer der Tierarzt.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft muss man mit der Katze zum Tierarzt?
Eine jährliche Untersuchung bei gesunden erwachsenen Katzen und alle 6 Monate ab einem Alter von 7-10 Jahren (Seniorenphase). Die Katze verbirgt Krankheiten sehr gut, daher ist die regelmäßige Untersuchung der Weg, um Probleme rechtzeitig zu erkennen, die noch keine offensichtlichen Symptome zeigen. Hinzu kommen die Termine für Impfungen und Entwurmung.
Woran erkenne ich, ob meine Katze Schmerzen hat?
Die Katze klagt nur selten deutlich. Die Anzeichen sind meist subtil: Sie versteckt sich mehr, springt nicht mehr an gewohnte Stellen, vernachlässigt ihre Fellpflege oder putzt eine Stelle übermäßig, ändert ihre Haltung, frisst weniger, ist mürrischer oder schnurrt auf ungewöhnliche Weise. Jede anhaltende Verhaltensänderung rechtfertigt einen Tierarztbesuch.
Ist es normal, dass meine Katze Haarballen erbricht?
Ein Haarballen ab und zu (etwa einmal im Monat) kann im Rahmen des Normalen liegen, besonders bei langhaarigen Katzen. Aber häufiges Erbrechen, Würgen ohne etwas hochzubringen, Appetitverlust oder Verstopfung sind nicht normal und sollten vom Tierarzt untersucht werden. Regelmäßiges Bürsten und eine geeignete Ernährung verringern das Problem stark.
Mein Kater kann nicht urinieren, ist das ernst?
Es ist ein absoluter NOTFALL. Eine Katze, vor allem ein Kater, die sich im Katzenklo anstrengt, ohne Urin abzusetzen, vor Schmerz miaut oder den Genitalbereich stark leckt, kann eine Harnwegsverstopfung haben. Ohne Behandlung ist sie innerhalb weniger Stunden tödlich. Warte nicht: Suche sofort einen Tierarzt oder eine Notfallpraxis auf.
Meine Katze ist eine Wohnungskatze, braucht sie Impfungen und Parasitenschutz?
Ja. Auch wenn sie nicht nach draußen geht, können wir selbst Parasiten oder Viren an Kleidung und Schuhen einschleppen, und es kann immer ein Entwischen oder ein Tierarztbesuch vorkommen. Den konkreten Plan (welche Impfungen und wie oft, welcher Parasitenschutz) legt der Tierarzt je nach Lebensstil der Katze fest, aber „Wohnungskatze“ bedeutet nicht „ohne Vorsorge“.

Bereit zu adoptieren?

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